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Wie viele Stunden Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit braucht mein Betrieb?

Für die Grundbetreuung müssen Betreuungsgruppe, geltende Fassung und Zeitbasis feststehen. Der gewichtete Beschäftigtenwert entscheidet zunächst über Anlage 1 oder 2. Wie Teilzeit in die Stundenrechnung eingeht, klären Sie gesondert mit Ihrem Unfallversicherungsträger. Unbekannte Angaben bleiben im Rechner offen.

Inhalt aktualisiert:

Tragen Sie Ihre Beschäftigten im Jahresdurchschnitt ein. Die Faktoren an den Feldern gelten für die Schwellenprüfung nach § 2 Abs. 5 DGUV Vorschrift 2. Die Zeitbasis für Einsatzstunden wählen Sie gesondert. Alle drei Zahlen sind erforderlich; tragen Sie 0 ausdrücklich ein, wenn eine Gruppe keine Personen enthält. Hier sind nur ganze Zahlen möglich; runden Sie nicht ungeprüft. Die Berechnung überträgt Ihre Angaben an unseren Server und speichert sie nicht.

Bitte mit Ihrem Unfallversicherungsträger klären. Die BGW empfiehlt zwei Stufen; drei Stufen kommen dort nur bei angemessener Gefährdungsbeurteilung einschließlich abgeleiteter Maßnahmen und abgeschlossener Wirksamkeitskontrolle infrage. Die BGHW beschreibt drei Stufen. Ihre Auswahl bestätigt die geklärte Grundlage; der Rechner ordnet keinen Träger zu und bildet andere Modelle nicht ab.

Ihr Ergebnis erscheint hier. Es wird nichts gespeichert.

So geht es

  1. Beschäftigte nach Stunden aufteilenFür die Schwellenwerte gewichtet § 2 Abs. 5 DGUV Vorschrift 2: bis 20 Wochenstunden mit 0,5, mehr als 20 bis 30 mit 0,75, mehr als 30 mit 1,0. Maßgeblich ist der Jahresdurchschnitt. Füllen Sie alle drei Gruppen aus, auch ausdrücklich mit 0; die Eingabe unterstützt nur ganze Zahlen. Nicht ungeprüft runden.
  2. Betreuungsgruppe wählenDie Zuordnung läuft über den WZ-Schlüssel Ihrer Betriebsart. Gruppe I steht für 2,5 Stunden je Beschäftigtem und Jahr, Gruppe II für 1,5, Gruppe III für 0,5.
  3. Fassung angebenWissen Sie es nicht, lassen Sie das Feld stehen: Die Antwort nennt dann beide Fälle. Welche Fassung gilt, sagt Ihnen Ihr Unfallversicherungsträger.
  4. Zeitbasis bestätigenKopfzahl, zwei oder drei Stufen: Wählen Sie nur die für Ihren Betrieb geklärte Grundlage. Ohne bestätigte Zeitbasis gibt es keine Stundenberechnung. Die Schwellenprüfung bleibt davon unabhängig. Nehmen Sie Zahlen, offene Fragen und Quellen als TXT oder Druck zur Klärung mit. Die Unterlage ersetzt weder Betreuungsvereinbarung noch schriftliche Bestellung.

Von der Rechnung zur Klärung mit Ihrem Träger

Halten Sie die Beschäftigtenzahlen nach Wochenstunden, den zuständigen Unfallversicherungsträger, die dort geltende Fassung und die Betreuungsgruppe bereit. Nicht bekannt ist eine zulässige Auswahl für Fassung, Gruppe und Zeitbasis. Eine fehlende Beschäftigtenzahl wird dagegen nicht als 0 behandelt.

Beispiel: 21 Beschäftigte mit mehr als 30 Wochenstunden, keine weiteren Beschäftigten, Gruppe III, neue Fassung und bestätigte Kopfzahl als Zeitbasis. Daraus folgen 10,5 Stunden Grundbetreuung im Jahr als Summe für beide Professionen. Der 20-Prozent-Anteil beträgt 2,1 Stunden je Profession. Der betriebsspezifische Teil kommt hinzu und ist hier nicht beziffert.

Gilt in diesem Beispiel noch die alte Fassung, ist zusätzlich die absolute Untergrenze von 0,2 Stunden je Beschäftigtem und Profession zu beachten: hier 4,2 Stunden. Welche Grundlage gilt, bestätigt Ihre Auswahl nicht automatisch. Lassen Sie eine ungeklärte Fassung offen; die Unterlage zeigt dann bedingte Fälle statt einer erfundenen Gewissheit.

Der TXT-Download und der Druck sind Momentaufnahmen. Sie enthalten die Eingaben, Bedingungen, Quellen und nächsten Klärungsschritte. Nach einer Änderung verschwindet die alte Ausgabe; berechnen Sie erneut. Es wird kein persönlicher Arbeitsstand auf dem Server gespeichert.

Warum hier zwei Zahlen im Umlauf sind

Bis zur Neufassung galt: Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten fallen unter Anlage 1, darüber unter Anlage 2 mit ihren festen Einsatzzeiten. Der Mustertext von November 2024 verschiebt diese Grenze auf 20. Beides steht derzeit nebeneinander im Netz, und beides ist für einen Teil der Betriebe richtig.

Der Grund ist die Rechtsnatur: Die DGUV Vorschrift 2 ist autonomes Recht der Unfallversicherungsträger nach § 15 Abs. 1 SGB VII. Der Mustertext wird von jedem Träger einzeln beschlossen und in Kraft gesetzt; einen bundesweiten Stichtag gibt es nicht. Wer Ihnen hier eine einzige Zahl nennt, ohne nach Ihrem Träger zu fragen, rät.

Was die Vorschrift festlegt und was nicht

Festgelegt sind die Einsatzzeiten der Grundbetreuung: 2,5 Stunden je Beschäftigtem und Jahr in Betreuungsgruppe I, 1,5 in Gruppe II und 0,5 in Gruppe III. Das ist ein Summenwert für beide Professionen zusammen, und bei der Aufteilung muss jede von ihnen einen Mindestanteil übernehmen.

Der betriebsspezifische Teil ist zusätzlich individuell zu ermitteln und regelmäßig zu überprüfen. Träger können dafür Empfehlungen geben; eine allgemeine Pauschalstundenzahl folgt daraus nicht. Wegezeiten dürfen nicht als Einsatzzeiten angerechnet werden.

Zeitbasis, Rechenbeispiel und Primärquellen im Ratgeber

Den Arbeitsschutzausschuss gesondert prüfen

Die ASA-Orientierung übernimmt hier dieselben eingegebenen Jahresdurchschnittszahlen. § 11 ASiG nennt die Teilzeitfaktoren, aber keinen Jahresdurchschnitt; prüfen Sie deshalb die für Ihren Betrieb maßgebliche Zählgrundlage gesondert. § 11 ASiG verlangt einen Arbeitsschutzausschuss in Betrieben mit „mehr als zwanzig Beschäftigten“. Das Wort „mehr“ ist wörtlich zu nehmen: Bei genau zwanzig besteht die Pflicht nicht. Der Ausschuss tritt mindestens einmal vierteljährlich zusammen.

Seine Zusammensetzung steht ebenfalls im Gesetz und wird oft verkürzt: Arbeitgeber oder Beauftragter, zwei vom Betriebsrat bestimmte Betriebsratsmitglieder, Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte. Ein Ausschuss ohne Sicherheitsbeauftragte ist keiner im Sinne des Gesetzes.

Quellen und amtliche Anlaufstellen

Häufige Fragen

Gilt für mich die Schwelle 10 oder 20?

Das entscheidet Ihr Unfallversicherungsträger, weil er die DGUV Vorschrift 2 als autonomes Recht selbst in Kraft setzt. Der Mustertext von November 2024 sieht 20 vor, die Vorgängerfassung 10. Fragen Sie Ihre Berufsgenossenschaft; der Rechner zeigt Ihnen bis dahin beide Fälle.

Zählen Teilzeitkräfte für Schwelle und Stunden gleich?

Nicht automatisch. Für die Schwellenwerte nach § 2 Abs. 5 gelten 0,5 bis 20 Wochenstunden, 0,75 bis 30 und 1 darüber. Bei den Einsatzzeiten kommt es auf die geklärte Zeitbasis an. Die BGW empfiehlt zwei Stufen und lässt drei nur unter Voraussetzungen zu; die BGHW beschreibt drei. Wählen Sie kein Modell allein wegen des niedrigeren Ergebnisses.

Reicht es, einen externen Dienstleister zu beauftragen?

Der Vertrag allein reicht nicht. § 2 Abs. 1 ASiG für den Betriebsarzt und § 5 Abs. 1 ASiG für die Fachkraft verlangen eine SCHRIFTLICHE Bestellung mit Übertragung der Aufgaben. Die schriftliche Bestellung ist zusätzlich zur Vereinbarung des Betreuungsumfangs zu beachten.

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Rechnet ohne Konto · Offene Grundlagen bleiben sichtbar · TXT und Druck

Der Rechner gibt die Werte der DGUV Vorschrift 2 und des ASiG wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Welche Fassung für Ihren Betrieb gilt und in welche Betreuungsgruppe er fällt, entscheidet Ihr Unfallversicherungsträger.